Kleinkind erlernt Motorik

Das Pikler-Dreieck oder Loczy-Motorik-Dreieck ist ein Klettergerüst für Säuglinge und Kinder, das von der ungarischen Kinderärztin, Autorin und Erzieherin Emmi Pikler entwickelt wurde, die für ihre Pionierrolle bei der Entwicklung der Pädagogik der freien Motorik bei Kindern unter drei Jahren bekannt ist.

Warum sollten Eltern ein Pikler Dreieck kaufen? Welche Kriterien sind bei der Auswahl eines Motorikdreiecks zu beachten? Was sind die richtigen Verhaltensweisen, um dem Kind beim Klettern auf dem Pikler-Dreieck zu helfen?

Kleinkind erlernt Motorik

Vor dem Pikler-Dreieck … die Pädagogik der freien Motorik ohne Eingreifen von Erwachsenen

Dr. Emmi Pikler entwickelte einen Ansatz zur Kindererziehung, der auf einer wohlwollenden, respektvollen, liebevollen und vor allem der Persönlichkeit des Säuglings bewussten Beziehung beruht. Der Säugling soll die Freiheit haben, sich in seinem natürlichen Rhythmus zu entwickeln, frei von Befehlen, Anordnungen und künstlicher Beschleunigung der Phasen, die er durchlaufen muss – vom Erlernen von Körperhaltungen (Stehen, Sitzen, Rücken- und Bauchlage) über Problemlösung und Unterhaltung bis hin zum Erwerb von Kommunikationsfähigkeiten.

Dr. Pikler entwickelte die gleichnamige pädagogische Methode auf der Grundlage ihres Studiums der Kinderpsychiatrie, ihrer Erfahrungen als Kinderärztin in ungarischen Familien, aber vor allem auch ihrer Forschungsarbeit und statistischen Analyse. Dank mehrerer einschneidender Erfahrungen konnte sie ihre Analyse der motorischen Entwicklung von Kindern verfeinern und zu einer evidenzbasierten Methode für Erzieher in Kinderkrippen, Kindertagesstätten und Kinderhorten, aber auch für Eltern und Angehörige der Gesundheitsberufe gelangen.

Bei der Analyse der von der österreichischen Regierung (Emmi Pikler studierte in Wien Medizin) zur Verfügung gestellten statistischen Daten zu Verkehrsunfällen stellte Pikler fest, dass Kinder aus wohlhabenden Familien im Vergleich zu Kindern aus anderen Familien eine signifikant höhere Prävalenz von Knochenbrüchen, Verrenkungen und Verletzungen aufwiesen. Pikler führt dies darauf zurück, dass Kinder aus wohlhabenden Familien von einer Gouvernante „betreut“ werden, die sie daran hindert, sich frei zu bewegen, rauszugehen, zu rennen, zu stürzen und dadurch wirksame Reflexe zu entwickeln, um sich besser zu schützen.

Wie Emmi Pikler in ihrem Buch „Sich von Anfang an frei bewegen“ erklärt, schließt sie die Eltern nicht von der psychomotorischen Entwicklung des Kindes aus. Sie rät ihnen jedoch, sich nicht „einzumischen“ und direkte Simulationen zu vermeiden, mit denen versucht wird, dem Kind eine Fähigkeit beizubringen, die es noch nicht bereit (oder nicht willens) ist, sich anzueignen. In dieser Phase (0 – 3 Jahre) besteht die Aufgabe der Eltern darin, dem Kind eine sichere Umgebung zu gewährleisten, in der es erforschen und seinen Experimentierdrang stillen kann, und ihm dabei die Zärtlichkeit und Ermutigung zu geben, die es braucht. Bewegungsfreiheit und ununterbrochenes Spiel sind die beiden Grundpfeiler der Pikler-Pädagogik. Und hier kommt das Pikler-Dreieck ins Spiel!

Was ist das Pikler-Dreieck?

Das Pikler-Dreieck ist ein Klettergerüst, meist aus Holz, das vollständig verstellbar ist und es Kindern ab 4 oder 5 Monaten ermöglicht, sich auf die Beine zu ziehen, Muskeln aufzubauen und ihre Motorik frei, mit geeignetem Material und ohne Risiko zu entwickeln und eine gesicherte Struktur zu erklimmen, um den Begriff des „dynamischen Gleichgewichts“ zu entdecken. Ein Pikler-Dreieck zu kaufen bedeutet eben, dem Kind zu ermöglichen, sich auf diese Dynamik des ununterbrochenen Spiels einzulassen, um sein Selbstvertrauen aufzubauen und Langeweile zu vermeiden. Das Pikler-Dreieck kann im Alter von 4 Monaten eingeführt werden und kann bis zum Alter von 5 Jahren verwendet werden. Der Kauf dieses Dreiecks und im weiteren Sinne von Spielzeug und Materialien, die von E. Pikler inspiriert sind, ist daher eine ausgezeichnete Investition, die sich sehr schnell bezahlt macht.

Im Alter von etwa sechs Monaten können Babys die Stäbe des Pikler-Dreiecks zum Aufstehen und Stehen benutzen. Mit zunehmender muskulärer und psychomotorischer Entwicklung beginnen sie, das Gerüst zu erkunden, indem sie auf halber Höhe klettern und dann wieder herunterklettern (im Alter von ein bis zwei Jahren). Ältere Kinder (im Alter von drei bis vier Jahren) beherrschen das Pikler-Dreieck so weit, dass sie bis zur Spitze klettern und auf der anderen Seite wieder herunterklettern, während sie eine gewisse Unbekümmertheit an den Tag legen.

Obwohl das Pikler-Dreieck hauptsächlich für Kinder im Alter von 4 Monaten bis 5 Jahren gedacht ist, wurde es im Loczy-Institut, einer Kinderkrippe, die Emmi Pikler Mitte des 20. Jahrhunderts leitete, auch für Säuglinge unter 4 Monaten zur Verfügung gestellt. Diese legten sich in „Montessori“-Manier unter Piklers Dreieck mit Spielzeug, das an den Gitterstäben hing. Kinder ab 5 Jahren finden in der Regel kreativere Verwendungsmöglichkeiten für das Pikler-Dreieck, etwa beim Bau von Verstecken, bei der Inszenierung von Puppentheaterstücken und anderen offenen Spielen.

Das Motorikdreieck fördert das aktive Gleichgewicht des Kindes

Es ist verblüffend einfach: Wenn ein Baby nicht klettern kann, wird es das auch nicht tun. Wir alle werden mit einem logischen Verstand geboren, der uns schützt, der uns dazu bringt, die Grenzen unserer körperlichen und geistigen Fähigkeiten auszutesten, und der uns hilft, aus Erfahrungen zu lernen, seien sie nun befriedigend oder schmerzhaft.

Wir versuchen zu laufen und fallen immer wieder hin, was uns reflexartig hilft, unseren Schwerpunkt und unseren Halt besser zu verstehen. Dies ist übrigens die Gründungstheorie der neuronalen Plastizität oder „Neuroplastizität„: Unsere Nerven sind „formbar“ und regeln das, was wir täglich tun, um uns zu helfen, Stabilität, Gleichgewicht und Kontrolle zu finden.

Das Pikler-Dreieck ermöglicht es unseren Kindern, ihre eigenen Grenzen zu lernen, in ihrem eigenen Tempo und ohne die Frustration, die durch das ungefragte Eingreifen der Eltern entstehen kann. Da sich das Motorikdreieck nur einen knappen Meter über dem Boden befindet und das Kind diese Höhe erst erreicht, wenn es die Fähigkeiten und den Willen dazu hat, bleibt die Erfahrung sicher und risikolos. Außerdem muss das Pikler-Dreieck nicht neu justiert werden, wenn Ihr Kind wächst. Es handelt sich um eine Struktur, die eine schrittweise Entwicklung mit Höhenstufen fördert. Alle Phasen der motorischen Entwicklung des Kindes können auf einem Pikler-Dreieck ohne Eingreifen eines Erwachsenen ablaufen.

Babys im Alter von 4 bis 8 Monaten können an den Sprossen ziehen, um aufzustehen, während Kinder im Alter von 4 und 5 Jahren bis zur Spitze klettern können und so weiterhin neue Fähigkeiten erwerben und ihre propriozeptive Kontrolle auf kreative Weise entwickeln, die auch den Sinn für Fantasie fördert, mit Rollenspielen und Simulationen.

Wie bereits erwähnt, ist das Pikler-Dreieck zunächst nur ein sicherer Rahmen zum Klettern, wird aber im Laufe der psychomotorischen Entwicklung des Kindes zu einer Burg, einem Hubschrauber, einem Zelt, einem Baumhaus, einem Tipi, einem Hauptquartier, einem Militärbunker, einem Haus usw. werden.

Tipps zum Kauf eines Motorikdreiecks

Beim Kauf von Pikler-Materialien und im weiteren Sinne von allem, was von Kindern gehandhabt wird, sollten keine Kompromisse in Bezug auf die Sicherheit eingegangen werden. Wir raten Ihnen daher, ein Pikler-Dreieck zu kaufen, das in einem Land der Europäischen Union hergestellt wurde, da die CE-Normen streng und rigoros sind, was die Wahl der Materialien, der Schrauben und der Behandlung im Fall von Holz betrifft.

Entscheiden Sie sich für ein eher schweres Motorikdreieck (mindestens 6 kg) mit großzügigen Abmessungen (ca. 84 cm breit und 72 cm hoch). Die besten Dreiecke sind aus massivem Buchenholz mit Edelstahlschrauben, die sich nicht unregelmäßig anfühlen. Die Oberflächenbehandlung sollte mit Ölen erfolgen, die den Normen EN 71 – 3 entsprechen und für Kindermöbel und Spielzeug zugelassen sind.

Langeweile bei Heimkindern ist häufig

Wer es beobachtet hat, langweilen sich Kinder viel zu schnell! Es gibt jedoch viele sinnvolle und lustige Möglichkeiten Kinder zu beschäftigen. Sei es in Gruppen oder für sich allein.

Das erste wäre ein Kreuzworträtsel. Ja genau, ein Kreuzworträtsel! Der erste Gedanke ist langweilig, doch wir sind hier um Langeweile zu stoppen. Wie es ein Kreuzworträtsel schaffen kann? Ganz einfach! Nicht jedes Kind wird sofort zu einem Kreuzworträtsel greifen, weil es erwartet es nicht zu schaffen! Die meisten Rätsel enthalten schwierige und knifflige Fragen. Doch es gibt auch Rätsel, die für Kinder gemacht sind! Interessiert sich das Kind für Autos, gibt es Rätsel dazu. So eignet man sich wissen an und hat noch Spaß dabei. Übrigens spicken ist erlaubt (siehe https://www.wort-spielereien.de/kreuzwortraetsel-hilfe/)

Auch Gesellschaftsspiele fördern nicht nur den Zusammenhalt, aber auch den Spaß! Kein klassisches Mensch-Ärger-Dich-Nicht, sondern neue und moderne Spiele. Was für Erwachsene eher nach Blödsinn aussieht, wird meistens geliebt bei den Kindern. Auch Blödsinn vertreibt die Langeweile, im Kinderheim herrscht schließlich kein Zölibat, also warum nicht so? Natürlich könnte man den Kindern die alten traditionelle Spiele zeigen, die früher gespielt worden sind. Anders als früher ist der Unterschied, was die Erwachsenen damals gespielt haben und jetzt viel zu unterschiedlich. Die Kinder werden gespannt sein!

Nicht zu vergessen können Wettbewerbe gehalten werden. Wie wäre ein Rennen mit Berg Kettcars? Etwas zu gewinnen kann lustig sein und Aufgeben ist keine Option. Anstatt Drinnen Trübsal zu blasen und an Couperose behandeln zu denken, ist im Freien Action pur! Insbesondere wenn das Wetter draußen gut ist, kann viel veranstaltet werden. Bewegung und noch einen Preis treibt die Kinder voran und an Langeweile ist nicht zu denken! Ob ein Wettrennen, Schatzsuche oder doch lieber ein Parkour, da kann die Fantasie mitspielen und es sind keine Grenzen gesetzt. Der Gewinner bekommt einen großen Preis, doch um Streit zu vermeiden sind auch Trostpreise zu vergeben.

Gemeinsame Aktivitäten gegen Langeweile

Wie wäre es mit einer Putzaktion, die auch noch Spaß macht? Ob allein oder mit einer Gruppe, es kann klappen. Mit einem Wasser und Schwamm kann nicht nur Spaß erzeugt werden, sondern auch etwas Ordnung. Es werden Autos oder Puppen sauber gemacht oder auch Schränke können zur Putzaktion dazu kommen. Wenn die Sonne scheint, kann auch das Putzen nach draußen verlegt werden. Fenster oder auch Tische werden hier sauber gemacht.

Köche aufgepasst. Backen kann auch lustig werden. Lebensmittelfarbe kann Wunder bewirken, da es nicht üblich ist, dass ein Teig blau ist. Kinder können dann aus einfachen Keksteig Regenbogenkekse backen. Im Nachhinein dann verzieren, denn Puderzucker kann auch die Farbe wechseln. Mit Streuseln oder Esspapier kann der Keks nicht langweilig werden. Auch hier mit dem verzieren kann ein kleiner Wettbewerb entstehen.

Das wichtigste am Langeweile vertreiben ist, dass sich das Kind wohlfühlt bei der Sache. Nichts ist schlimmer, wenn es zu was gezwungen wird. Solange man die Interessen des Kindes vertritt, sollte es einfach sein etwas zu finden, was Spaß macht. Die Wünsche und Anregungen können auch vom Kind umgesetzt werden.